Die Erkrankungszahlen bei durch Asbesteinwirkungen am Arbeitsplatz hervorgerufenen Tumoren des Brustfells, Bauchfells und anderer seröser Häute (sog. Mesotheliome) liegen trotz des Asbestverwendungsverbots im Jahr 1993 weiterhin auf einem hohen Niveau.
Da Mesotheliome (ggf. Berufskrankheit nach Nr. 4105) bisher meist erst in späten und damit fortgeschrittenen Erkrankungsstadien entdeckt werden, sind die Behandlungsoptionen in der Regel limitiert.
Ein innovatives, nicht-invasives Erweitertes Vorsorgeangebot zur Früherkennung von Mesotheliomen mithilfe von Biomarkern (EVA-Mesothel) soll die frühe Diagnosestellung von Mesotheliomen und die medizinische Betreuung versicherter Personen mit einer anerkannten Berufskrankheit nach Nummer 4103 verbessern.
EVA-Mesothel wurde ab 2023 während einer Pilotphase zunächst versicherten Personen mit einer anerkannten Berufskrankheit nach Nr. 4103 im Ruhrgebiet sowie in Teilen des Rheinlandes erfolgreich angeboten. Ab Herbst 2025 folgt die bundesweite Ausdehnung des Angebots.
Für die Mitwirkung an EVA-Mesothel (Durchführung des Ärztlichen Beratungsgesprächs inklusive Blutabnahme, Anamnese und Untersuchung sowie Befundmitteilungsgespräch nach Erhalt des Laborergebnisses) sucht die DGUV bundesweit engagierte Ärztinnen und Ärzte vor allem der Fachrichtungen Arbeitsmedizin und / oder Innere Medizin / Pneumologie.
Voraussetzung für die Mitwirkung und die Aufnahme in die Liste der mit EVA-Mesothel beauftragbaren Ärztinnen und Ärzte (s.u.) ist die erfolgreiche Teilnahme an einem kostenfreien E-Learning zu EVA-Mesothel, weitere Infos dazu finden Sie in der "Einladung zum ärztlichen E-Learning" (PDF, 55 kB, nicht barrierefrei) .
Weitere Einzelheiten zu den wissenschaftlichen Hintergründen, zum Ablauf und zur Honorierung von EVA-Mesothel finden Sie auf der Projektseite des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA).
Bei inhaltlichen Fragen steht Ihnen der Leiter der Projektgruppe Mesotheliomtherapie der DGUV, Dr. med. Ingolf Hosbach, unter der E-Mail ingolf.hosbach@dguv.de zur Verfügung.