Klare Regeln, gezielt handeln: Strategien gegen Mobbing

11.06.2026

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Titelseite der top eins, Ausgabe 2/2026 (Foto: Getty Images/hidesy)

Mobbing kann krank machen, führt häufig zu längeren Fehlzeiten – und nicht selten kommt es in der Folge sogar zur Kündigung. Damit ist Mobbing ein Problem für das gesamte Unternehmen. Wie können Führungskräfte Mobbing wirksam eindämmen oder sogar verhindern? Ein Beitrag in der neuen Ausgabe des Führungskräftemagazins top eins zeigt, wie präventives Konfliktmanagement gelingt und welche Instrumente dabei helfen, tragfähige Anti-Mobbing-Strukturen zu schaffen.

Unklare Rollenverteilungen, fehlende Verhaltensregeln, Konkurrenzdruck oder Unterbesetzung: All dies sind organisatorische Faktoren, die Mobbing begünstigen. "Deshalb nehmen Führungskräfte bei der Mobbingprävention die Schlüsselrolle ein", sagt Dr. Carola Ernst, DGUV-Expertin für Psyche und Gesundheit in der Arbeitswelt. "Indem sie die Arbeitsbedingungen im Blick behalten, gegebenenfalls anpassen und das Betriebsklima verbessern, können Führungskräfte Mobbing den Nährboden entziehen", so die Expertin.

Leitplanken setzen, Belastungen reduzieren

Damit Konflikte nicht in Mobbing münden, sollten Führungskräfte gemeinsam mit ihren Teams Regeln aufstellen, die klar benennen, welches Verhalten nicht geduldet wird. Ebenso wichtig ist ein kritischer Blick auf die Arbeitsbedingungen: Gibt es technische und arbeitsorganisatorische Stressfaktoren? Wird im Unternehmen fair und transparent kommuniziert? Präventive Schulungen für Mitarbeitende und Führungskräfte sollten ebenso zum Maßnahmenkatalog gehören wie eine konstruktive Fehlerkultur.

Analyseinstrumente nutzen

Beratungsstellen vermitteln Know-how für ein konstruktives Konfliktmanagement. Zudem stehen Führungskräften verschiedene Analyse-Instrumente zur Verfügung, die helfen, Faktoren zu identifizieren, die Mobbing begünstigen: Die Spanne reicht von der Gefährdungsbeurteilung bis hin zu Checklisten zur Selbstreflexion. Im Beitrag wird auch das Vier-Phasen-Modell vorgestellt, das skizziert, welche Eskalationsstufen ein unkontrollierter Konflikt durchläuft – und welche Optionen in der jeweiligen Phase ratsam sind. Da das Thema viele Unternehmen und Einrichtungen betrifft, ist Mobbing das Titelthema der neuen Ausgabe von top eins.

Über "top eins"

"top eins" bietet praxisrelevante Informationen und Tipps für Führungskräfte im öffentlichen Dienst. Das Magazin erscheint viermal im Jahr und wird von bestimmten Unfallkassen kostenfrei an die bei ihnen versicherten Einrichtungen geschickt. Weitere Interviews, Hintergrundartikel und Neuigkeiten zu spannenden Themen erhalten Führungskräfte auf topeins.dguv.de.

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