Belastungs-Wirkungs-Beziehungen für neurologische Erkrankungen, die mit der beruflichen Nutzung von vibrierenden Werkzeugen und Maschinen zusammenhängen

Projekt-Nr. IFA 4274

Status:

geplant

Zielsetzung:

Menschen, die beruflich der Belastung durch auf die Hand und den Arm übertragene Vibrationen ausgesetzt sind, können verschiedene gesundheitliche Folgen davontragen. Diese sind unter dem Hand-Arm-Vibrations-Syndrom (HAVS) zusammengefasst. Hierbei können vaskuläre, neurologische und neurosensorische Komponenten auch unabhängig voneinander auftreten. Es wird ein zuverlässiges Belastungs-Wirkungs-Modell für neurologische Erkrankungen (BK 2104 und BK 2113) benötigt. Hiermit lassen sich sinnvolle Vorgaben (z. B. bei der Auswahl von vibrierenden Geräten und Maschinen) entwickeln und die retrospektive Beurteilung der Berufskrankheiten präzisieren. Da die aktuelle Bewertung vor allem tieffrequente Anteile berücksichtigt, die das Gefährdungspotential für Knochen- und Gelenkerkrankungen (BK 2103) widerspiegeln, soll das Projekt alternative Frequenzbewertungen unter Berücksichtigung höherer Frequenzanteile zur spezifischen Unterscheidung von vibrationsbedingten Erkrankungen untersuchen.

Aktivitäten/Methoden:

Als Teil des DGUV Forschungsprojekts FP-0497 werden in diesem Teilprojekt Recherchen zu den gesuchten Vibrationsdaten in der IFA Datenbank durchgeführt. Aufgrund der Neubewertung der Messdaten ist eine Neuauswertung der Frequenzspektren aus den Rohdaten notwendig. Vorhandene Vibrationsmessungen werden nach Bedarf von analogen in digitale Messformate konvertiert. Anschließend erfolgt eine Neuauswertung von Vibrationsmessungen nach alternativen Frequenzbewertungen (Wh nach DIN EN ISO 5349-1:2001; Wp nach ISO/TR 18570:2017; flath nach DIN ISO/TS 15694:2004). Die bewerteten Messdaten werden aggregiert (Zusammenführung von mehreren Gerätedaten zu Gerätegruppen) und als repräsentative Vibrationswerte für spezifische Gerätegruppen in die Ermittlung der Belastungs-Wirkungs-Beziehungen eingebracht.

Die Messung und Auswertung von Vibrationsdaten im erweiterten Frequenzbereich ist für die Normungsarbeit und ein weiteres geplantes IFA Projekt zum Thema hochfrequente Schwingungen relevant.

Stand:

02.03.2026

Projekt

Gefördert durch:
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung:
  • UV-übergreifend
  • Technische Universität München
  • University of Connecticut Health
Branche(n):

-branchenübergreifend-

Gefährdungsart(en):

Lärm/Vibrationen

Schlagworte:

Vibration

Weitere Schlagworte zum Projekt:

Hand-Arm-Vibration, Belastungs-Wirkungs-Beziehungen, neurologische Erkrankungen, Carpaltunnel-Syndrom

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