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Direktanzeigende Messgeräte (DAZ) erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei der Messung von chemischen Gefahrstoffen an Arbeitsplätzen. Neben der direkt vor Ort stattfindenden Quantifizierung ermöglichen DAZ zudem die Konzentrationsbestimmung von Gefahrstoffen, für die kein sammelndes Verfahren existiert. Außerdem sind sie ein praktisches Mittel für die Überwachung von zeitlichen Konzentrationsverläufen und für die Bestimmung von Expositionsspitzen und Kurzzeitwerten (abhängig vom Messbereich des Gerätes). Während die einzelnen Schritte eines sammelnden Verfahrens von der Probenahme bis zur Analyse validiert werden und standardmäßigen Qualitätskontrollen unterliegen, gibt es nur wenige DAZ, die für Arbeitsplatzmessungen geprüft und zugelassen sind. Viele der eingesetzten Geräte sind lediglich als Gaswarngeräte ausgelegt. Die Durchführung von Ringversuchen mit DAZ bietet Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Geräte einzuschätzen und legt einen Grundstein zur Verbesserung der Qualität und Anerkennung dieser für Gefahrstoffmessungen an Arbeitsplätzen.
Im ersten Schritt sollen mögliche Analyten für den Ringversuch DAZ ausgewählt und an der Prüfgasstrecke erprobt werden. Es sollen nach Möglichkeit Prüfgase mit Konzentrationen von 0,1- bis zum 2-fachen AGW für alle Analyten erzeugt werden. Die Prüfgase werden auf Stabilität geprüft und die gleichmäßige Verteilung der Analyten über die gesamte Prüfgasstrecke wird getestet. Nach der Auswahl der ersten Analyten wird ein Vorversuch mit diesen durchgeführt. Anhand dessen wird der genaue Zeitplan für den Testringversuch festgelegt.
Bewertungskriterien zur Auswertung des Testringversuchs werden festgelegt. Anschließend soll anhand eines Testringversuchs die Nachfrage und Praxistauglichkeit evaluiert werden.
-branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en):Gefahrstoffe
Schlagworte:Chemische Arbeitsstoffe, Messverfahren, Qualitätssicherung
Weitere Schlagworte zum Projekt:Ringversuch, DAZ, direktanzeigende Messgeräte