Meldung durch Arbeitnehmende

Über das Meldeportal von DGUV Vorsorge können sich ehemals gefährdete Arbeitnehmende unter bestimmten Voraussetzungen auch selber zur nachgehenden Vorsorge anmelden.

Eine Anmeldung auf Grund einer beruflich bedingten Strahlenexposition ist nach Strahlenschutzrecht nur durch Arbeitgebende möglich.

Was ist zu melden?

In welchen Fällen für die Arbeitgebenden nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge - ArbMedVV - grundsätzlich eine Verpflichtung zum Angebot nachgehender Vorsorge besteht, die nach Beschäftigungsende auf den zuständigen Unfallversicherungsträger übertragen werden kann, können Sie hier nachlesen. Falls Arbeitgebende ihrer Meldeverpflichtung zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Unternehmen bzw. der Einrichtung nicht nachgekommen sind, sollen betroffene Personen unter bestimmten Voraussetzungen selbst eine Anmeldung zur nachgehenden Vorsorge vornehmen können.

Wann ist zu melden?

Solange das Beschäftigungsverhältnis besteht, müssen die Arbeitgebenden die arbeitsmedizinische Vorsorge selbst durchführen oder anbieten. Spätestens nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen bzw. der Einrichtung melden die Arbeitgebenden die betroffenen Personen beim zuständigen Unfallversicherungsträger an und übertragen die Verpflichtung zum Angebot nachgehender Vorsorge an ihn bzw. den dazu beauftragten Organisationsdienst. Die ArbMedVV sieht insoweit ausdrücklich nur eine Meldeverpflichtung der Arbeitgebenden vor. Eine Anmeldung durch die ehemals gefährdeten Arbeitnehmenden selbst ist nicht der Regelfall und an das Vorliegen bestimmter Voraussetzungen geknüpft:

  • Die bzw. der zur Meldung verpflichtete Arbeitgebende existiert nicht mehr (z. B. bei Betriebsschließung oder Insolvenz der Firma etc.). Eine Nachmeldung durch die verpflichtete Arbeitgeberin/den Arbeitgeber kann nicht angestoßen werden.
  • Es handelt sich um Gefahrstoffeinwirkungen, die lange zurückliegen. Im Unternehmen bzw. in der Einrichtung ist die Gefährdung nicht (mehr) bekannt bzw. nicht dokumentiert.
  • Die bzw. der Arbeitgebende ist der Meldeverpflichtung an den zuständigen Unfallversicherungsträger aus unbekannten Gründen nicht nachgekommen.

Nur wenn im entsprechenden Auswahlfeld des Portals einer dieser Gründe bestätigt wird, können Sie anschließend Ihre Daten für eine Meldung eingeben. Im Einzelfall können weitere Gründe für eine Selbstanmeldung zur nachgehenden Vorsorge in Frage kommen. Bitte wenden Sie sich ggf. direkt an den mutmaßlich zuständigen Vorsorgedienst, der Ihnen bei einer Anmeldung behilflich ist.

Wie geht es nach Eingabe der Daten im Meldeportal weiter?

Nach vollständiger Eingabe der Daten erhalten Sie eine Zusammenfassung in Form einer Vorschau der Meldung. Damit können die Angaben vor dem Absenden noch einmal geprüft und ggf. korrigiert werden. Außerdem erfahren Sie, welcher Organisationsdienst die Meldedaten nach dem Absenden übernehmen und verarbeiten wird. Die Meldungen werden den Vorsorgediensten auf Grundlage der Angaben zu den gefährdenden Einwirkungen zugeordnet.

Nach dem Absenden der Daten steht das Meldeformular als PDF-Datei zur Verfügung und kann ausgedruckt und/oder gespeichert werden. Bitte bewahren Sie die Meldung für evtl. Rückfragen beim zuständigen Vorsorgedienst auf. Informationen zum Datenschutz nach Art. 13, 14 DSGVO bezüglich der bei den Organisationsdiensten erhobenen und verarbeiteten Daten erhalten Sie direkt beim zuständigen Organisationsdienst.

Um dem Verlust von Meldedaten vorzubeugen, werden die im zentralen Meldeportal von DGUV Vorsorge erfassten Daten vorsorglich für die Dauer von drei Monaten in einer Datenbank gespeichert. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten automatisch gelöscht.

Bitte beachten Sie die weiteren Hinweise unter "Datenschutz".

Was macht der Vorsorgedienst nach der Anmeldung?

Bei erfolgreicher Anmeldung aus dem Meldeportal prüft der Vorsorgedienst zunächst seine Zuständigkeit. Im Anschluss daran wird ggf. die Aufnahme in die nachgehende Vorsorge bestätigt. Sie erhalten hierbei auch Informationen zu Zweck, Art und Umfang der nachgehenden Vorsorge sowie zur Datenverarbeitung.

Rechtzeitig vor diesem Termin erhalten Sie die Einladung und eine separate Einwilligungserklärung zur Durchführung der nachgehenden Vorsorge bei einer wohnortnahen ärztlichen Stelle.